Hydrothermale Verfahren

 

Hydrothermale Umsetzung von Chemikalien

Die Umsetzung von problematischen Chemikalien ist eine besonders interessante Verfahrensvariante. Dabei lassen sich durch Anpassung der Reaktionsbedingungen Grundchemikalien zurückgewinnen.

Beim Überschreiten sogenannter überkritischer Bedingungen werden die Eigenschaften des Wassers vollkommen auf dem Kopf gestellt.

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  • Superkritisches Wasser löst organische Substanzen.
  • Unlöslich werden Salze. Diese fallen als Niederschlag aus.

Der superkritische Zustand des Wassers wird bei einem Druck von 221 bar und einer Temperatur von 384°C erreicht. In diesem weder flüssigen noch gasförmigen Zustand ist der molekulare Abstand wesentlich kürzer als im gasförmigen. Oder anders ausgedrückt, die Moleküle kollidieren wesentlich öfter miteinander und tauschen damit höhere Energiebeträge aus als im gasförmigen Zustand.

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Dadurch können die im superkritischem Zustand gelösten organischen Moleküle effizient abgebaut werden.

Nach Überwinden der Aktivierungsenergie, wird bei vielen Verbindungen die Umsetzung durch die Freisetzung von Wärme begleitet. Wird zusätzlich Sauerstoff eingesetzt, man spricht von der superkritischen Wasseroxidation SCWO, ist die Freisetzung von Wärme und deren Rückgewinnung ein Weg dieses Verfahren hochgradig wirtschaftlich zu gestalten.

Aber noch ein besondere Vorzug geht von diesen Verfahren aus. Die Emissionen sind wesentlich einfacher zu beherschen als bei der Sonderabfallverbrennung.

In den Reaktoren der ENTEX / GESA lassen sich diverse Versuche sowohl im superkritischen Zustand als auch bei anderen Bedingungen realisieren.

Denn in diesem Medium gelingen ganz aussergewöhliche Synthesen von neuen Werkstoffen.

 

 

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