Biogas und Gärrestbehandlung

 

Kombiniert man diese Technologie mit dem UDR Hochleistungs-Festbettfermenter werden Anwendungen zur dezentralen Energieversorgung in Industriestandorten oder von Stadtteilen möglich. Diese Generation von Fermenter liefert die hierzu notwendige Durchsatzleistung. Abgesehen davon, dass sich am Standort solcher Anlagen noch weitere Wertschöpfungsmöglichkeiten ergeben.

Beim UDR-Fermenter unseres Verfahrenspartners Röring–Energiesysteme werden die biologisch aktiven Mikroorganismen fixiert. Die Substrate werden am Boden des Fermenters eingetragen und langsam durch das Festbett durchgeschleust. Dabei werden die Mikroorganismen keinen Scherkräften durch Rühren ausgesetzt. Die symbiotisch interagierenden Mikroorganismen können so hochwirksam die organischen Substrate zersetzen und zu Methan umsetzen.

Das aufschwemmende nicht umgesetzte Substratmaterial wird am Überlauf des Reaktors dem Reflow-System zugeführt und wird sukzessive im Upflow-Reaktor eingespeist. Die fragmentierten organischen Moleküle gelangen in den Downflow-Reaktor, wo sie weiter zu Methan umgesetzt werden. An dem Ausschleusungspunkt dieses Reaktor gelangt somit ein Gärrest, der eine geringe Restaktivität besitzt, was sich nicht zuletzt über die bereits ermittelten Restsäurekonzentrationen dokumentieren lässt.

Diese Verfahrensweise ermöglicht eine sehr hohe Raumbelastung und einen effizienten Abbau der vergärbaren Inhaltsstoffe. Die neue Generation Fermenter bildet technologisch den Verdauungstrakt der Wiederkäuer wieder. Mit Verweilzeiten von 5 Tagen gegenüber 60 oder 100 Tagen im klassischen Rührkesselfermenter ist der UDR-Festbettfermenter die notwendige Ergänzung im Verfahren. Es ergeben sich aber auch noch andere Wertschöpfungsmöglichkeiten.

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