Biogas und Gärrestbehandlung

 

Die breite Anwendung der Abfallvergärung stößt auf Hindernisse, nicht zuletzt wegen der Aufarbeitung der Gärreste. Anders als bei Biogasanlagen die nachwachsende Biomasse einsetzen (NAWARO-Anlagen) können die anfallenden Gärreste wegen ihres möglichen Schadstoffpotentials in den meisten Fällen nicht landwirtschaftlich genutzt bzw. ausgebracht werden.

No GO Grrest 01

Einen Weg aus dieser Situation weisen hydrothermale Verfahren, da diese in der Lage sind die Gärreste abzubauen oder umzuwandeln in Produkte mit wirtschaftlichem Nutzen.

Als hydrothermale Verfahren wollen wir, die ENTEX Gruppe, Verfahren verstanden wissen, die unter erhöhtem Druck und Temperatur arbeiten.

Zielsetzung ist es, durch die Anwendung hydrothermaler Verfahren den Gärrest zu mineralisieren, das heißt zu möglichst kleinen molekularen Bruchstücken abzubauen, wie beispielsweise CH4 , CO2, H2O und so weiter.

Zellabbau 01.de 

Anorganische Schadstoffe können je nach Verfahrensvariante ebenfalls ausgeschleust werden, entweder verfahrensbedingt physikalisch oder aber durch chemische Zusätze, die als "Moderatoren" im Prozess zugegeben werden.

Im ersten Augenblick mag die Tatsache abschrecken, dass bei diesen Verfahren erhöhte Drücke oder Temperaturen angewendet werden müssen – das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Am einfachsten lässt sich das erklären, wenn wir uns einen Vorgang vorstellen den wir aus unserm täglichen Leben kennen, - das Anzünden einer Kerze. Der Vergleich hinkt, ist aber doch instruktiv. Wenn wir ein Feuerzeug oder Streichholz an den Docht einer Kerze halten wird schließlich die Temperatur überschritten bei der der Brennstoff Wachs, konkret die flüchtigen Stoffe im Wachs, sich entzünden. Von da an unterhält die freiwerdende Energie die Reaktion selbst, solange bis die Kerze heruntergebrannt ist oder wir dem romantischen Licht ein Ende bereiten.

Allen hydrothermalen Verfahren gemeinsam ist, dass durch die eingangs beschriebenen höheren Temperaturen und Drücke, ähnlich wie bei Verbrennungs- und Vergasungs-Reaktionen, Moleküle zerkleinert werden. Diese können dann entweder mit von außen zugeführten Sauerstoffträgern reagieren oder aber Begleitmoleküle als Sauerstoffspender nutzen.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass einmal in Gang gesetzt sich dieser Prozess selbst unterhält.

Aktivierungsenergie 01

Das geschieht auf engem Raum im Autoklaven der Anlage. Anders als im Gasraum begegnen sich die miteinander reagierenden Moleküle auf engem Raum, also mit einer hohen Reaktionsdichte. Schädlich Abgase werden nicht freigesetzt, auch das ist ein wesentlicher Unterschied zu den uns bekannten thermischen Verfahren.

Wird die Aktivierungswärme durch die Abwärme von BHKWs oder Turbinen bereitgestellt, so erhalten wir eine kosteneffiziente Technologie um Lebensmittelabfälle zur Biogasnutzung heranzuziehen und gleichzeitig jegliche Hygienebedenken auszuräumen. Die Verwertungsanlage arbeitet dabei annährend emissionsfrei.

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